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Darf ich noch eine Gasheizung einbauen? · Stand September 2026

Neue Gasheizung? Ja, mit Bio-Treppe.

Neue Gasheizungen sind wieder erlaubt, ab 2029 muss aber Biogas beigemischt werden.

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  • Bio-Treppe 2029 bis 2040 im Überblick
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Darf ich 2026 eine neue Gasheizung einbauen?

Ja. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz ist die 65-Prozent-Pflicht seit dem 29. Juli 2026 entfallen, neue Gas- und Ölheizungen dürfen wieder eingebaut werden. Für sie gilt jedoch die Bio-Treppe: ab 2029 mindestens 10 Prozent biogene Brennstoffe, ab 2030 15, ab 2035 30 und ab 2040 60 Prozent. Staatliche Zuschüsse gibt es nur für erneuerbare Wärmeerzeuger.

Stand:

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Ist eine neue Gasheizung wirklich wieder erlaubt?

Ja. Seit dem 29. Juli 2026 schreibt das Gesetz keinen Anteil erneuerbarer Energie mehr für neue Heizungen vor. Sie dürfen einen Gas-Brennwertkessel einbauen lassen – im Einfamilienhaus genauso wie in der Wohnung.

Eine Pflichtberatung vor dem Einbau, wie sie das alte Gebäudeenergiegesetz verlangte, gibt es nicht mehr. Wir raten trotzdem dazu, vor der Entscheidung die Folgekosten zu durchdenken: Die Heizung, die Sie heute einbauen, läuft in der Regel viele Jahre – und damit in die Stufen der Bio-Treppe hinein.

Was ist die Bio-Treppe?

Die Bio-Treppe steht in § 43 GModG. Neu eingebaute Gas- und Ölheizungen müssen stufenweise steigende Anteile biogener Brennstoffe oder Wasserstoff nutzen – bei Gas zum Beispiel Biomethan, bei Öl biogenes Heizöl.

Die Stufen laut Bundesportal zum GModG:

Bio-Treppe nach § 43 GModG (Bundesportal GModG, abgerufen 22.09.2026)
ab JahrMindestanteil biogener Brennstoffegilt für
2029mindestens 10 %neu eingebaute Gas- und Ölheizungen
2030mindestens 15 %neu eingebaute Gas- und Ölheizungen
2035mindestens 30 %neu eingebaute Gas- und Ölheizungen
2040mindestens 60 %neu eingebaute Gas- und Ölheizungen

Ab welchem Einbaudatum eine Heizung genau unter die Bio-Treppe fällt, regelt der Gesetzestext. Wir gleichen das bei Ihrer Planung mit dem aktuellen Wortlaut ab.

Was bedeutet die Bio-Treppe für die Brennstoffkosten?

Das lässt sich heute nicht seriös beziffern. Die künftigen Kosten hängen am Preis von Biomethan und biogenem Heizöl in den Jahren 2029 bis 2040 – und dafür gibt es keine belastbare Vorhersage. Wir nennen deshalb keine Zahlen.

Sicher ist nur die Richtung: Der vorgeschriebene Anteil steigt in vier Stufen. Wer eine Gasheizung einbaut, sollte das in seine Rechnung über die Lebensdauer der Anlage einbeziehen. Zusätzlich plant die Bundesregierung eine eigene Grüngasquote für Gasversorger ab 2028; die Details sollen bis zum 1. Dezember 2026 festgelegt werden.

Wird eine neue Gasheizung gefördert?

Nein. Der KfW-Zuschuss 458 in der Fassung vom 21. Juli 2026 fördert nur erneuerbare Wärmeerzeuger – etwa Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder den Anschluss an ein Wärmenetz. Eine Gasheizung tragen Sie vollständig selbst.

Bei einer Hybridheizung aus Wärmepumpe und Gaskessel hängt die Förderung am erneuerbaren Teil; das prüfen wir im Einzelfall.

Staatliche Förderung ist möglich – bis zu 70 % je nach Voraussetzungen (Stand 2026). Wir prüfen Ihre Voraussetzungen und unterstützen beim Antrag.

Wann ist eine Gasheizung trotzdem die richtige Wahl?

Wenn eine Wärmepumpe technisch nicht passt oder ein Anschluss an ein Wärmenetz absehbar ist. Entschieden wird nach Heizlast und nötiger Vorlauftemperatur, nicht nach Gefühl.

Typische Fälle aus der Beratung:

  • Das Haus braucht an kalten Tagen sehr hohe Vorlauftemperaturen, und Heizkörper oder Dämmung lassen sich vorerst nicht verbessern.
  • Für die Straße ist ein Wärmenetz geplant – dann kann ein Gaskessel die Zeit bis zum Anschluss überbrücken.
  • Es fehlt ein geeigneter Platz für das Außengerät einer Wärmepumpe.
  • Sie möchten eine Hybridlösung, bei der die Wärmepumpe den Großteil übernimmt und der Kessel nur an den kältesten Tagen zuschaltet.

Wer darf die Gasheizung anschließen?

Arbeiten an der Gasanlage hinter der Hauptabsperreinrichtung darf nach § 13 Niederdruckanschlussverordnung nur ein Unternehmen ausführen, das im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist. Die Abgasanlage nimmt der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger ab, bevor die neue Heizung in Betrieb geht.

Rund um Wetzlar ist die enwag Netzbetreiber für Erdgas in Wetzlar, Aßlar, Solms und Leun und dort auch Grundversorger. In Braunfels, Ehringshausen, Hüttenberg und Schöffengrund betreibt nach Angabe der enwag die EAM Netz das Gasnetz, in Gießen die Mittelhessen Netz.

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  • Abnahme der Abgasanlage und Feuerstättenschaubevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger
  • Hausanschluss und GaszählerGasnetzbetreiber
  • Stromanschluss einer WärmepumpeElektrofachbetrieb

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Gasheizung 2026

Gibt es ein Gasheizungsverbot?

Nein. Seit dem 29. Juli 2026 dürfen neue Gasheizungen wieder eingebaut werden; die 65-Prozent-Vorgabe des alten Gebäudeenergiegesetzes ist entfallen.

Muss meine bestehende Gasheizung auch Biogas nutzen?

Die Bio-Treppe betrifft nach dem Bundesportal zum GModG neu eingebaute Gas- und Ölheizungen. Wie der Gesetzestext bestehende Anlagen und Stichtage genau abgrenzt, klären wir anhand des Wortlauts, bevor wir Ihnen etwas empfehlen.

Was ist die Grüngasquote?

Eine eigene Quote für Gasversorger, die ab 2028 gelten soll. Die Details will die Bundesregierung bis zum 1. Dezember 2026 in einem gesonderten Gesetz festlegen – beschlossen ist sie noch nicht.

Bekomme ich Förderung für eine Gasheizung?

Nein. Der KfW-Zuschuss 458 gilt nur für erneuerbare Wärmeerzeuger wie die Wärmepumpe. Bei einer Hybridheizung prüfen wir, welcher Teil förderfähig ist.

Wer betreibt das Gasnetz in Wetzlar?

In Wetzlar, Aßlar, Solms und Leun betreibt die enwag das Erdgasnetz und ist Grundversorger. Bei Störungen oder Gasgeruch ist der Entstörungsdienst des Netzbetreibers zuständig.

Quellen

Rechts- und Förderangaben ohne Gewähr, keine Rechts- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind die verlinkten Primärquellen.

  1. Bundesportal GModG: Chronologie (§ 43 Bio-Treppe) · abgerufen 22.09.2026
  2. BMWSB: Gebäudemodernisierungsgesetz · Stand 29.07.2026, abgerufen 22.09.2026
  3. Bundesregierung: Neues Gebäudemodernisierungsgesetz · abgerufen 22.09.2026
  4. KfW-Merkblatt Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458), Stand 07/2026 · gültig ab 21.07.2026, abgerufen 22.09.2026
  5. § 13 Niederdruckanschlussverordnung (Gesetzestext) · abgerufen 22.09.2026
  6. enwag: Erdgas-Versorgungsgebiet · abgerufen 22.09.2026

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