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Etagenheizung ersetzen · Ratgeber Heizung

Gasetagenheizung? Es geht zentral.

Etagenheizung einzeln ersetzen oder zentralisieren – mit Blick auf WEG und Förderung.

Wandhängende Gastherme in einem gefliesten Bad (Herstellerfoto) HEIZUNG · SANITÄR · KLIMA · HEIZUNG · SANITÄR · KLIMA · MEISTER BETRIEB
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  • Vier Wege im Vergleich
  • Förderung für Gemeinschaft und Selbstnutzer
  • Warmwasser hygienisch geplant

Wie ersetze ich eine Gasetagenheizung?

Gasetagenheizungen lassen sich einzeln ersetzen oder zu einer Zentralheizung zusammenführen, etwa mit einer Wärmepumpe für das ganze Haus. Förderrechtlich sind sie ein Sonderfall: Ihr Austausch kann den Klimageschwindigkeitsbonus unabhängig vom Alter der Geräte auslösen. Bei Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum stellt die Eigentümergemeinschaft den Basisantrag, selbst nutzende Eigentümer können einen Zusatzantrag für ihre Boni stellen.

Stand:

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Welche Wege gibt es?

Grob drei, dazu der Anschluss an ein Wärmenetz: die alte Therme gegen eine neue tauschen, jede Wohnung mit einer eigenen Wärmepumpe versorgen oder alle Wohnungen an einen gemeinsamen Wärmeerzeuger anschließen. Welcher Weg passt, hängt von Platz, Leitungswegen und davon ab, wie einig sich die Eigentümer sind.

Eine Pflicht zum Tausch gibt es nicht. Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz vom Juli 2026 dürfen Gasthermen weiterlaufen, und neue Gasthermen dürfen wieder eingebaut werden – für sie gilt ab 2029 aber die Bio-Treppe.

Wege zum Ersatz von Gas-Etagenheizungen im Vergleich (Stand 22.09.2026, ohne Gewähr)
WegEingriffFörderungwann sinnvoll
Neue Gastherme je Wohnunggering: gleicher Platz, Abgasweg prüfenkeinewenn eine andere Lösung vorerst nicht möglich ist
Wärmepumpe je Wohnungmittel: Aufstellort und Außengerät je Wohnungförderfähig nach KfW 458wenn jede Partei selbst entscheiden will und Platz vorhanden ist
Zentrale Wärmepumpe für das ganze Hausgroß: Zentrale im Keller, Steigleitungen, Anschluss jeder Wohnungförderfähig; Klimageschwindigkeitsbonus für Selbstnutzer möglichmehrere alte Thermen, Platz für die Zentrale
Anschluss an ein WärmenetzHausübergabestation plus Verteilung im Hausförderfähig nach KfW 458wo ein Netz liegt oder kommunal vorgesehen ist

Wann lohnt die Zentralisierung?

Wenn mehrere Thermen ohnehin alt sind und im Haus Platz für eine Zentrale vorhanden ist, etwa im Keller. Dann ersetzt eine Anlage viele Einzelgeräte, und Wartung und Abgaswege werden einfacher.

Der größte Aufwand liegt in den Leitungen: Vom Keller muss die Wärme in jede Wohnung. Manchmal lassen sich vorhandene Schächte nutzen, etwa frei werdende Abgasschächte der alten Thermen – ob das geht, prüfen wir mit dem Bezirksschornsteinfeger und vor Ort.

  • Wie alt und wie störanfällig sind die vorhandenen Thermen?
  • Gibt es einen Raum für Wärmeerzeuger und Speicher?
  • Wo können Steigleitungen verlaufen?
  • Ist ein Aufstellort für ein Außengerät vorhanden, der Nachbarn nicht stört?

Was muss die Eigentümergemeinschaft beschließen?

Alles, was das Gemeinschaftseigentum betrifft – also Zentrale, Steigleitungen, Außengeräte an der Fassade oder im Garten. Den Beschluss bereitet die Verwaltung vor; welche Mehrheit nötig ist, regelt das Wohnungseigentumsrecht und klärt Ihre Verwaltung oder ein Anwalt.

Was nur die eigene Wohnung betrifft, etwa der Tausch der Therme gegen ein gleichartiges Gerät, entscheidet in der Regel der einzelne Eigentümer. Für die Planung liefern wir der Verwaltung eine technische Grundlage: Varianten, Platzbedarf und Ablauf.

Wie läuft die Förderung bei einer WEG?

Bei Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum stellt die Gemeinschaft den Basisantrag bei der KfW. Selbst nutzende Eigentümer können zusätzlich einen Antrag für ihre persönlichen Boni stellen – Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus sind ihnen vorbehalten, Vermieter erhalten die Grundförderung.

Für Gas-Etagenheizungen gilt laut Merkblatt 458 eine Besonderheit: Der Klimageschwindigkeitsbonus setzt bei ihnen kein Mindestalter voraus, anders als bei Gas-Zentralheizungen, die mindestens 20 Jahre alt sein müssen. Der Bonus sinkt ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich.

Staatliche Förderung ist möglich – bis zu 70 % je nach Voraussetzungen (Stand 2026). Wir prüfen Ihre Voraussetzungen und unterstützen beim Antrag.

Wie wird Warmwasser künftig bereitet?

Entweder zentral oder dezentral je Wohnung. Bei einer zentralen Anlage gelten Hygieneanforderungen: Ab einem Speicher über 400 Litern oder mehr als 3 Litern Inhalt in einer Leitung zwischen Erwärmer und Zapfstelle spricht die Trinkwasserverordnung von einer Großanlage, die in vermieteten Häusern regelmäßig auf Legionellen untersucht werden muss.

Das Umweltbundesamt empfiehlt, am Austritt des Trinkwassererwärmers stets mindestens 60 Grad einzuhalten und im gesamten Leitungsnetz mindestens 55 Grad. Eine Alternative sind Wohnungsstationen, die das Warmwasser erst in der Wohnung aus dem Heizwasser erzeugen. Welche Lösung passt, entscheidet die Planung.

Was passiert mit den Abgasleitungen?

Sie werden stillgelegt, zurückgebaut oder für die neue Anlage angepasst. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger wird beteiligt, denn mit jeder stillgelegten Therme ändern sich seine Kehr- und Prüfaufgaben im Haus.

Bleiben einzelne Gasthermen in Betrieb, müssen deren Abgaswege weiter funktionieren. Oft lässt sich der Umbau deshalb so planen, dass Wohnungen nacheinander umgestellt werden, wenn nicht alle Eigentümer gleichzeitig mitziehen.

Was wir selbst machen – und was nicht

Macht Noa Haustechnik

  • Varianten für Verwaltung und Eigentümer ausarbeiten
  • Wärmepumpe, Zentrale oder neue Thermen einbauen
  • Leitungen, Warmwasser und hydraulischen Abgleich planen und ausführen
  • Förder-Voraussetzungen prüfen und beim Antrag unterstützen

Machen andere Fachleute

  • Beschlussvorlage und EigentümerversammlungHausverwaltung
  • Stromanschluss der WärmepumpeElektrofachbetrieb
  • Abgasanlagen, Stilllegung und Feuerstättenschaubevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger
  • Wand- und Deckendurchbrüche, BrandschutzBauunternehmen, Brandschutzplaner

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Gasetagenheizung

Muss ich meine Gastherme jetzt tauschen?

Nein. Eine Tauschpflicht besteht seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz nicht mehr. Ihre Therme darf weiterlaufen, solange sie sicher funktioniert.

Kann ich als einzelner Eigentümer umstellen?

Innerhalb der Wohnung meist ja. Alles am Gemeinschaftseigentum – Zentrale, Leitungen, Außengeräte – braucht einen Beschluss der Gemeinschaft.

Wer stellt den Förderantrag in der WEG?

Die Gemeinschaft stellt den Basisantrag für Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum, selbst nutzende Eigentümer ergänzen Zusatzanträge für ihre Boni.

Wird die Warmwasserbereitung zentral?

Das entscheidet die Planung. Zentral gelten die Hygieneregeln der Trinkwasserverordnung gegen Legionellen, dezentral übernehmen Wohnungsstationen die Warmwasserbereitung.

Was passiert mit den Abgasleitungen?

Sie werden stillgelegt oder angepasst. Der Bezirksschornsteinfeger wird beteiligt.

Quellen

Rechts- und Förderangaben ohne Gewähr, keine Rechts- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind die verlinkten Primärquellen.

  1. KfW-Merkblatt Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458), Stand 07/2026 · gültig ab 21.07.2026, abgerufen 22.09.2026
  2. Bundesportal GModG: Chronologie · abgerufen 22.09.2026
  3. § 31 Trinkwasserverordnung (Untersuchungspflichten Legionellen) · abgerufen 22.09.2026
  4. Umweltbundesamt: Bewusster Umgang mit Warmwasser · abgerufen 22.09.2026

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